Malen als Mittel der Kommunikation und Entspannung

Malen als Mittel der Kommunikation und Entspannung

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“
(Paul Klee)

Bildnerisches Gestalten ermöglicht es Menschen, selbstständig tätig zu werden und sich als „selbstwirksam“, kreativ und kompetent zu erleben. Sie können in ihren Werken eigene Wünsche und Phantasien ausdrücken und mit anderen teilen, können Botschaften mitteilen, die sie sprachlich so (noch) nicht ausdrücken könnten. Zudem bieten gestalterische Aktivitäten eine Ebene, auf der Menschen sich mit eigenen Erlebnissen und mit Vorgängen in ihrer Umgebung aktiv auseinandersetzen und sie verarbeiten können. Das Malen hilft dabei, eigene kreative Lösungen zu finden.

In der Arbeit an den eigenen Bildern können schwierige und belastende Situationen auf Papier gebracht werden. So können Probleme thematisiert werden und Lösungen gefunden werden.
Wenn man davon ausgeht, dass sich jemand beim Malen so verhält, wie auch im sonstigen Leben, dann können auf dem Papier oder der Leinwand neue Verhaltensmuster spielerisch ausprobiert werden.

Gerade im Medienzeitalter werden wir mit vorgegebenen Bildern überflutet. In Büchern, TV oder Computer/Spielkonsole ist die Bildsprache vorgegeben. Malen setzt eigene Bilder dagegen und bringt sie zum Ausdruck. Die Würdigung der Leistungen und das direkte Erleben der eigenen produktiven Kreativität stärkt das Selbstwertgefühl von Menschen. Wow – dieses Bild habe ich selbst gemalt!