Lösungsorientierte Beratung

Lösungsorientierte Beratung

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick)

Nutzen Sie Ihre Ressourcen

In der lösungsorientierten Beratung gehe ich davon aus, dass Sie ihr eigener Experte sind. Gemeinsam nutzen wir Ihre Ressourcen. Sie gestalten Ihr Leben so, dass Ihre Bedürfnisse nach Ihrem Wunsch befriedigt werden. Zu jedem Problem gibt es Ausnahmen. Genau diese gilt es zu finden und sie zu erweitern – und zwar so lange, bis es keine Ausnahmen mehr sind! Sie lernen, Ihren eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Ihre Erfolge zu sehen – seien sie noch so klein. In der Beratung leisten die lö­sungs­orientierten Ansätze gute Dienste bei der Bewältigung von Krisen, der Persönlichkeitsentwicklung und im allgemeinem Kompetenztraining. Lösungsorientierte Therapien werden auch im klinischen Bereich bei Ängsten, De­pressionen, Essstörungen, (stoffgebundenen) Abhängigkeiten, Per­sön­lich­keits­störungen und psychosomatischen Krankheiten eingesetzt.

Hintergrund

Insoo Kim Berg und Steve de Shazer entwickelten und verbreiteten in den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die entsprechenden Denk- und Handlungsansätze der lösungsorientierten Kurzzeitberatung. Seit Anfang der 90er Jahre findet sie zunehmend Interesse in Europa. Die Grundannahme dieser speziellen Art der Gesprächstherapie ist, dass es hilfreicher ist, sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen, Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung. Lösungsfokussierung bedeutet, die “positiven Unterschiede” zu erkennen und zu verstärken. Also das, was jetzt bereits und in Zukunft besser funktioniert und passt. Da nach der Theorie dieser Methode jede Person (bzw. jedes System) über alle Ressourcen verfügt, die es zur Lösung seiner Probleme benötigt, sie jedoch häufig nur nicht wahrnimmt oder nicht nutzt, geht es von vornherein weniger um die Analyse des Problems, als vielmehr um die Konstruktion von für den Klienten passenden Lösungen. Diese bestehen darin, sich von bisherigen das Problem begünstigenden Verhaltensmustern zu lösen, indem der Klient sich in typischen Situationen anders verhält und hierdurch Veränderungen bei sich und bei anderen in Gang setzt.

So arbeite ich

Von Anfang an werden in der psychologischen Beratung Ihre Stärken, Ressourcen und Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt. Jeder Mensch ist Experte seines Lebens.

Sie wissen unterbewusst, wie Sie Ihr Leben bislang erfolgreich gemeistert haben – welche Strategien zu Erfolg und welche zu Misserfolg geführt haben. Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen Gesprächspartner zu suchen, spricht das ebenfalls für Ihre Lebensexpertise.

Mein Handwerkszeug

Mein Handwerkszeug sind in der lösungsorientierten Beratung nützliche Fragen, die Änderungsmöglichkeiten sichtbar machen. So können Sie neue Sichtweisen Ihrer Problemlage entwickeln und eigene Ideen und individuelle Lösungen entwerfen. Grundsätze meiner Arbeit sind:

  • Jeder Mensch ist Experte seines Lebens
  • Jeder Mensch verfügt über vielfältige Ressourcen
  • Probleme gehören zum Leben dazu
  • Probleme existieren nicht die ganze Zeit über; es gibt Ausnahmen
  • “Lösung” heißt, das was funktioniert, häufiger zu tun
  • Lösungen verstärken die Selbstwirksamkeit
  • Der lösungsorientierte Berater ist Prozessbegleiter
  • Der lösungsorientierte Berater nimmt jeden Menschen in seiner Autonomie voller Respekt und Wertschätzung wahr

Kommunikationstraining

„Kommunikation ist eine Kette mehr oder weniger nützlicher Missverständnisse.“ (Steve de Shazer)

Für Paare

Aktives Zuhören will gelernt sein. Ebenso wie Kommunikation. In Konfliktsituationen ist Zuhören können aber manchmal eine hohe Kunst. Die gute Botschaft: man kann es lernen und viel Wunderbares im Gegenüber und in sich selbst entdecken. Mit bewusst angewandten Kommunikationstechniken lassen sich Konflikte, Streitigkeiten und Unzufriedenheiten in Verständnis, Verantwortung und Offenbarungen verwandeln.

Für Eltern

Wenn der Familienfrieden nachhaltig gestört ist, geraten Eltern oft an ihre Grenzen. Mit der Beleuchtung des Problems und mit Blick auf Lösungen kann sich Entspannung einstellen, kann die Situation deutlich verbessert werden und nachhaltig gestärkt werden. Eltern können sich Techniken der Kommunikation und des Verhaltenstrainings zu nutze machen, um schwierige Situationen souverän zu meistern. So können sie durch eine wertschätzende und respektvolle Kommunikation ein entspanntes Klima herstellen.

Entspannungstraining

„Wenn es funktioniert –mach mehr davon. Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann mach etwas anderes.“ (Steve de Shazer)

Alle Entspannungstrainings zeichnen sich dadurch aus, dass man sich auf bestimmte Bereiche der Wahrnehmung konzentriert und so unerwünschte Gedanken und “Grübeleien” aus dem Kopf bekommt. Neben dieser “gedanklichen Konzentration” tritt eine körperliche Entspannung ein. Sie zeigt sich in entspannter Muskulatur, einem Gefühl der Schwere, verstärkter Durchblutung der Haut, einem Wärmegefühl, häufig auch begleitet von einem leichtem Kribbeln der Haut oder dem Gefühl von Pulsieren in den Fingern. Eine ruhige und etwas verlangsamte Atmung sowie ein gleichmäßiger und ruhiger Herzschlag machen das angenehme Gefühl von Entspannung komplett. Bei regelmäßigem üben erreichen Sie vertiefte Erholung und Gelassenheit. Sie stärken das Abwehrsystem Ihres Körpers und erreichen Einfluss auf Bereiche des Nervensystems, die einem sonst verwehrt bleiben. Dies drückt sich z.B. in verbesertem Schlaf aber auch in der Fähigkeit die Schmerzwahrnehmung zu beeinflussen aus.

Progressive Muskelentspannung

Die progressive Muskelentspannung wurde 1938 von einem amerikanischen Arzt und Wissenschaftler, namens Edmund Jacobson, entwickelt, der sich mit der Funk-tionsweise der Muskulatur beschäftigte. Es fiel ihm auf, dass innere Unruhe, Stress und Angst eine Anspannung der Muskulatur bewirken (im Volksmund: “Angst im Nacken”, “auf dem Sprung sein”). Er entwickelte ein Training, in dem in einer bestimmten Reihenfolge verschiedene Muskelgruppen im Körper an- und entspannt werden. Hierbei wird die natürliche Tendenz der Muskulatur ausgenutzt, nach “getaner Arbeit” zu ermüden und damit zu entspannen. Im Laufe des Trainings wird zuerst ein muskulärer Entspannungszustand im gesamten Körper angeregt. Über zentralenervöse Prozesse im Gehirn wird die Entspannung dann auf andere Körperbereiche, wie z.B. das Herz-Kreislauf-System, die Atmung oder Magen und Darm übertragen. Körper und Psyche kommen zur Ruhe.

Autogenes Training

Das autogene Training wurde etwa um 1930 vom Berliner Nervenarzt Dr. Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose abgeleitet. Entspannungsgefühle, die wir alle kennen, wie schwere Arme und warme Hände und Füße fasste er in Formeln zusammen, auf die man sich während des Trainings konzentriert. Dies soll ohne Druck, mehr in Form eines “Geschehen lassens” als durch aktives Tun passieren. Durch Konzentration wird zunächst eine Focussierung im Bewusstsein und dadurch eine Beruhigung im Nervensystem erreicht. Dann setzt die körperliche Entspannung im Bereich der Muskulatur, des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmung oder des Magen und Darms ein. Alle Mechanismen ergänzen sich und führen zu einer konzentrierten tiefen Entspannung.

Entspannungsreisen

Fantasie-, Märchen- oder Traumreisen sind imaginative Verfahren. Sie werden zum Aufspüren von innerer Kraft und Weisheit oder zur Schaffung eines sicheren Ortes eingesetzt. Als Entspannungsverfahren wirken sie therapeutisch. Sie werden als Geschichten von einem Sprecher erzählt. Ein tiefer Ruhe- und Erholungszustand wird durch eine entspannte Körperposition, die Zuwendung durch den Sprecher sowie die Hinwendung auf die meist als angenehm erlebten Bilder in der eigenen Fantasie erzielt. Durch eine herabgesetzte Muskelspannung kommt es zu einer körperlichen und seelischen Entspannung. Der Zuhörer stellt sich innere Bilder zu den Texten vor, in die möglichst viele angenehme Sinneseindrücke eingebaut sind. Fantasiereisen sind eine wertvolle Methode, um innere Ressourcen und Lösungsstrategien für aktuelle Aufgaben und Probleme zu finden.

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